Samstag, 14. März 2015

Höltigbaum / Ahrensburger Tunneltal

Die Sonne scheint, es sollen 15 °C werden und mich hält nichts mehr zu Hause. Nach längerem Hin und Her entscheide ich mich letztendlich für eine Tour durch das Naturschutzgebiet Höltigbaum / Ahrensburger Tunneltal.

Dazu fahre ich zuerst bis zum Bahnhof Rahlstedt. Die Wegbeschreibung meines Wanderführers funktioniert super und ich schaffe es problemlos zum Naturschutzgebiet zu gelangen. Allerdings muss ich feststellen, dass man erst mal eine ganze Weile durch Rahlstedt läuft und der Weg nicht so wahnsinnig toll ist. Mein Tipp: Spart euch dieses Stück und nehmt den Bus bis zum Naturschutzgebiet. Dort findet ihr gleich zu Beginn ein Naturschutzhaus (Haus der wilden Weiden), welches aber gerade geschlossen ist. Dafür sind hinter dem Haus ein Stall und Weiden mit Galloway-Rindern. Diese Foto-Objekte lasse ich mir natürlich nicht entgehen!

Das ehemalige militärisches Übungsgelände hat sich zu einer abwechslungsreichen Weide- und Waldlandschaft entwickelt. Seltene Tierarten leben hier. Besonders Vogel-Freunde werden hier ihre helle Freude haben können. Ein älteres Ehepaar mit Feldstecher bemerkt meine Kameraausrüstung und erzählt mir sofort, dass sie gerade eine Goldammer gesehen haben und sich ab Mai regelmäßig Neuntöter blicken lassen. Ich entdecke zumindest ein paar Lerchen und kleine, süße Meisen. Auch Rotkelchen kommen vor meine Linse und immerhin höre ich ein paar Spechte. Allerdings sind die kleinen Viecher echt schwierig zu fotografieren. Sie sind einfach schneller als ich.



Die Landschaft gefällt mir wirklich gut, die Vögel singen, der Himmel ist blau und die Sonne scheint die ganze Zeit. Frohgemut laufe ich immer weiter, nehme mal diesen, mal jenen Weg. Obwohl viele Reiter, Fahrradfahrer, Rollerblader und Wanderer unterwegs sind, wirkt das Gebiet trotzdem nicht überlaufen. Irgendwann überquere ich dann die Landesgrenze.




Über Kuhweiden hinweg verlasse ich langsam das Naturschutzgebiet und laufe Richtung Hagen/Ahrensburg. Meine Winterjacke habe ich längst ausgezogen und bin wahnsinnig froh, als ich in Hagen endlich eine Bank in der Sonne finde. Zeit für eine kurze Rast und mein mitgebrachtes Proviant! Dann geht es weiter durch den Forst Hagen bis zum Bahnhof Ahrensburg. Leider läuft man die ganze Zeit an der Straße entlang, aber immerhin ist sie in Ahrensburg selbst recht hübsch. Viele Villen und viele Krokusse. Letztere müssen natürlich gleich weiter fotografiert werden. Erst beim Aufstehen stelle ich fest, dass ich mich mit der Hand auf einem vertrockneten Dornenzweig abgestützt habe und meine Jeans an den Knien ziemlich durchweicht ist. Naja, hier kennt mich ja niemand ;-)

Mein Wanderführer hat für die gesamte Strecke 14 km angegeben, ich bin irgendwie weniger gelaufen. Vielleicht habe ich aus Versehen eine Abkürzung genommen. Für meine erste längere Wanderung in diesem Jahr finde ich die Strecke trotzdem ausreichend. Ich bin auf jeden Fall froh wieder im Zug zu sitzen, wo ich fast einschlafe. Zu Hause angekommen, stelle ich dann entsetzt fest, dass ich mir gleich mehrere Blasen gelaufen habe. Ich bin echt aus der Übung. Das muss sich in den nächsten Wochen definitiv ändern! Ihr dürft euch also auf viel mehr Berichte freuen ;-)

Mein Fazit: Das Naturschutzgebiet ist wirklich sehenswert und besonders Ornitologen wird hier einiges geboten. Den restlichen Weg (Rahlsted-Höltigenbaum bzw. Höltigenbaum-Ahrensburg) kann man sich aber getrost schenken.



Herbst-Überbleibsel







1 Kommentar:

Elke Peiz hat gesagt…

Wieder mal ein paar sehr gute Aufnahmen dabei.