Mittwoch, 5. August 2015

Botanischer Garten (mal wieder)

Einmal mehr war ich im Botanischen Garten in Klein-Flottbek unterwegs. Mit einer Freundin und unseren Kameras.

Ja, ich weiß, ich habe schon einmal einen Bericht über dieses Ausflugsziel geschrieben, aber der Botanische Garten ist einfach so schön! Und je nach Jahreszeit ändert sich das Bild natürlich erheblich.





Wir trafen uns am späten Nachmittag um die Abendsonne zu nutzen. Das hatte den Vorteil, dass recht wenige Menschen unterwegs waren. Von zwei älteren Damen, die unterwegs waren und die unsere Kameras bemerkten, wurden wir netterweise gleich am Eingang abgefangen und zu den Seerosen geschickt. Sehr süß. Überhaupt wird man mit Kamera ziemlich häufige angesprochen. Das ist mir jetzt schon mehrfach aufgefallen. Meistens sind das sehr nette Gespräche und man bekommt immer mal wieder wertvolle Tipps zu möglichen Sehenswürdigkeiten.

Aber zurück zu den Seerosen: Seerosen wachsen ja bekanntlich im Wasser und um die Fotos zu machen geht man ja mehr oder weniger nahe an das Wasser heran. Nein, ich bin nicht reingefallen, aber meine Hose war nachher trotzdem nass. Das Ufer war eben auch feucht. Überhaupt sehe ich, wenn ich auf meinen Foto-Touren bin, oft aus wie ein Dreckhaufen. Der Preis guter Fotos.... ;-)

Besonders toll fand ich diesmal die unglaublich viele Lilien. Ich liebe Lilien! In allen möglichen Farben und Sorten. Das sah wirklich schön aus. Aber auch sonst gab es natürlich unzählige tolle Foto-Motive. Und ausreichend Zeit zu quatschen für uns beide. Ein perfekter Tag!

Fazit: Ich kann nicht versprechen, dass dies die letzten Fotos aus dem Botanischen Garten waren, die ich hier poste ;-)
Um es nicht zu langweilig erscheinen zu lassen, habe ich diesmal übrigens versucht die Bearbeitung ein bisschen zu variieren. Öfter mal was Neues....






















Sonntag, 2. August 2015

Ein Tag auf Sylt

Ja, ich weiß, dass ich euch einen Hamburg-Bericht versprochen hatte. Und das hatte ich auch ganz ehrlich fest vor. Deswegen hatte ich Freitag Abend in meiner Foto-Gruppe gefragt, ob jemand Lust hätte am Samstag das gute Wetter zu nutzen und irgendwo im Grünen fotografieren zu gehen. Daraufhin schrieb mir ein Bekannter aus der Gruppe, dass er nach Sylt in den Urlaub fahren würde. Ich könnte ja mitkommen und abends mit dem Zug zurückfahren. Ein Tag am Meer? Ich liebe das Meer!!! Kurzentschlossen sage ich zu.

Als mein Wecker am nächsten Morgen um 03.00 Uhr klingelt und mich aus einer Tiefschlafphase reißt, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob das eine gute Idee ist. Aber ich mache mich brav auf den Weg, besorge am Hauptbahnhof noch Frühstück für uns und treffe mich dann mit meinem Bekannten.
Als ich pünktlich um 05.00 Uhr in sein Auto einsteige wird es langsam ein wenig heller und als wir an der Alster vorbei fahren, beginnt der Himmel in den schönsten Farben zu leuchten. Wahnsinn! Es lohnt sich doch mal früher aufzustehen.
Auf der Autobahn angelangt wird es dann immer besser. Die Sonne geht langsam auf, in den Niederungen (falls man das im nordischen Flachland so nennen kann) liegt Nebel und wir sind einfach gezwungen auf einem Rastplatz anzuhalten und die Kameras zu zücken. Von dort aus sieht man zwar den Nebel gerade nicht, aber ich finde das Foto trotzdem ganz nett.

Bei strahlendem Wetter überqueren wir schließlich den Nord-Ostsee-Kanal, der so von Dunst bedeckt ist, dass man nur die Führerhäuser der Schiffe sieht, den Rest aber nicht. Wir können uns gar nicht satt sehen.

Nur noch eine kurze Fahrt mit dem Autozug und wir sind auf Sylt. Der erste Weg führt uns natürlich ans Wasser! Es ist jetzt kurz nach neun Uhr und es sind ziemlich wenige Menschen unterwegs. Das Rauschen der Wellen, das Gefühl des Sandes unter den Füßen, der Geruch von Salzwasser... Ich habe es so vermisst. Natürlich sind wir mit Kameras ausgerüstet, aber bevor ich anfange irgendetwas zu fotografieren muss ich erst mal mit den Füßen ins Wasser. Ziemlich kalt, aber einfach wunderbar.
Gibt es etwas Schöneres als das Meer? Natürlich liebe ich Hamburg und wohne wirklich gerne hier, aber das Meer fehlt mir doch. Und obwohl es ja nicht weit weg ist, schaffe ich es irgendwie nur selten dort hin zu fahren. Umso mehr genieße ich es nun.
Nachdem ich mich so langsam wieder aus meiner überschwänglichen Begeisterung lösen kann schnappe ich mir meine Kamera. Der nächste Begeisterungssturm ;-) Der Strand bietet einfach so viele wunderschöne Motive. Und nebenbei genieße ich die Ruhe. Entspannung pur! Der Wind pustet immer den Kopf so schön frei.




Gegen Mittag kommt dann die kleine Tochter meines Bekannten mit Opa vorbei. Eigentlich habe ich es nicht so mit Kindern, aber die Kleine ist einfach zuckersüß. Niedliches Gesicht, kleine Löckchen und ständig am quasseln. Nachdem die Zimmer bezogen sind und wir eine Kleinigkeit gegessen haben, machen wir uns auf den Weg zum Morsum-Kliff.

Während Opa eine kleine Ruhepause einlegt, machen wir zu dritt einen kleinen Spaziergang. Eine erstaunliche Landschaft! Geologisch interessant, weil es verschiedene Sandarten gibt und eine interessante Stratigraphie. Fotografisch ist es natürlich noch interessanter. Die Farben sind der absolute Hammer! Und neben dem Kliff liegt das Meer, dazwischen stehen überall Pflanzen. Wir sehen Kaninchen, verschiedene Vögel und nur wenige Menschen. Perfekt!



Ich genieße es sehr mit einem Fotografen unterwegs zu sein. Zum Glück habe ich ja auch einige Freunde, die fotografieren. Ich bin natürlich auch gerne mit meinen Nicht-Fotografen-Freunden unterwegs, habe dann aber häufig ein schlechtes Gewissen, weil sie ständig auf mich warten müssen. Mit anderen Fotografen unterwegs zu sein hat den Vorteil, dass man erstens gegenseitig aufeinander wartet und zweitens hinterher die Bilder vergleichen und sich davon inspirieren lassen kann. Die Ergebnisse sind nämlich häufig wahnsinnig unterschiedlich. Und bei diesem Bekannten weiß ich, dass er tolle Fotos macht, aber einen komplett anderen Stil hat als ich. Ich bin also gespannt auf seine Bilder!

Lustige Begebenheit bei dieser Gelegenheit: Wir begegnen einem Paar, beide mit Kameras bewaffnet, die uns ansprechen. Sie fänden es ja erstaunlich, dass unsere Ehe funktionieren würde, obwohl er mit einer Nikon und ich mit einer Canon unterwegs sind!



Als ich dann total erschöpft abends im Zug sitze und den Tag rekapituliere komme ich zu folgendem Ergebnis:
Sylt ist ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Landschaftlich gleicht es keiner der Inseln, die ich bisher so kennenlernen durfte (Rügen, Usedom etc.). Und jede Insel ist auf ihre eigene Weise wunderschön. Auch Sylt ist toll. Es war auch nicht so überlaufen wie ich befürchtet hatte. Trotz Ferien und Hauptsaison. Vielleicht hatten wir auch einfach Glück, aber es war wirklich angenehm.
Alles in allem war der Tag einfach großartig. Von morgens (bzw. nachts) bis abends. Ich fühle mich herrlich entspannt und habe das Gefühl meinen inneren Akku mal wieder richtig aufgeladen zu haben.
Und als ich abends in Hamburg ankomme und mit der S-Bahn nach Hause fahre, werde ich auch noch mit einem absolut umwerfenden Sonnenuntergang belohnt. Zwar schaffe ich es nicht mehr ihn zu fotografieren, aber er rundet den Tag wunderbar ab.
Tage wie diese machen das Leben wirklich lebenswert! Und ich bin wahnsinnig glücklich und dankbar, dass ich das erleben darf.


















Mittwoch, 29. Juli 2015

Ein neues Logo!

So langsam werde ich richtig professionell. Eine meiner Freundinnen, die wunderbare und begabte Monia, hat mir jetzt sogar ein eigenes Logo erstellt! Ich bin natürlich furchtbar stolz und ganz begeistert.

Monia erstellt aber nicht nur Logos, sondern ist auch künstlerisch tätig. Als Illustratorin, Bildhauerin und in wahrscheinlich jedem künstlerischen Bereich, den ihr euch vorstellen könnt ;-)
Hier findet ihr ihre Seite. Schaut auf jeden Fall mal rein! Bestimmt findet auch ihr etwas, das euch interessiert.

Und auch auf meiner Seite wird sich in Zukunft etwas ändern. Ich werde mir in meinem Urlaub ein bisschen Zeit nehmen und meinem Blog ein weiteres Highlight hinzufügen. Mehr wird aber noch nicht verraten ;-)

Sonntag, 26. Juli 2015

Wisente und andere Tiere

Ich schulde euch noch die letzten Fotos des Malseminars im Saarland. Danach kommen auch endlich mal wieder ein paar Hamburg-Fotos. Versprochen!


Am dritten Tag des Malseminars hatten wir erst mal ein bisschen Zeit uns im Wildpark umzusehen. Dabei habe ich eine total süße kleine Wildkatze entdeckt. Auch wenn es auf dem Foto so aufsehen mag, sie steckt nicht fest, sondern lehnt einfach nur über einem Bretter-Zaun. 

Danach ging es dann zum Wisent-Gehege. Allerdings durften wir es nicht betreten. Das fand ich diesmal gar nicht schlimm. Vor allem nachdem eines der Wisente auf uns zu rannte und dabei über einen Baumstamm sprang. Es ist wirklich unglaublich wie schnell sich diese so behäbig aussehenden Tiere bewegen können! Dummerweise hatte ich zu dem Zeitpunkt meine Kamera gerade nicht parat. Moment verpasst! Na toll. Wir blieben also brav im Nachbargehege bei Schafen und Ziegen und lockten die Wisente mit Brot an den Zaun.

Das Fotografieren war dabei nicht so leicht. Wisente sind leider recht dunkel, an dem Tag schien jedoch die Sonne ganz strahlend. Die Kontraste waren alles andere als ideal. Aber ein paar gute Fotos sind doch heraus gekommen. 
Das zweite Problem bestand in dem Zaun. Leider war er recht engmaschig und die Tiere standen nah bei uns. Ich konnte also mein Objektiv nicht durch den Zaun strecken und so sieht man auf einigen Fotos noch die Reste. Ich habe zwar versucht es so gut wie möglich weg zu bekommen (Photoshop sei Dank), aber immer ist es mir dann doch nicht geglückt. Allerdings weiß ich auch nicht, wie ich es hätte besser machen können. Deswegen ist das Ergebnis jetzt einfach so wie es ist und wir müssen alle damit leben ;-)

Ein bisschen traurig war ich schon, als wir uns auf die Rückfahrt machten, aber andererseits auch ziemlich erledigt. Ich habe festgestellt, dass ich nicht nur beim Fotografieren immer die Luft anhalte, sondern auch beim Filmen. Sollte man nicht tun! Außerdem brannte es mir in den Fingern die Bilder zu bearbeiten. Es waren so unglaublich viele! Und tatsächlich habe ich bis gestern daran gesessen. Dies war zum Einen einer ziemlich stressigen Phase im Job geschuldet, zum Anderen aber auch der Motivation. Das ist tatsächlich der Grund warum ich nie hauptberuflich als Fotografin arbeiten möchte. Es ist dann nämlich wirklich Arbeit und nicht mehr so viel Spaß. Nach den drei Tagen, in denen ich nur fotografiert und gefilmt hatte, war ich wirklich froh, meine Kamera erst mal nicht mehr anrühren zu müssen. Wie traurig! Das war mir vorher noch nie passiert. Aber mittlerweile habe ich meine Motivation wieder gefunden, in meinem Job ist es auch nicht mehr so stressig und weiteren Foto-Abenteuern steht nichts mehr im Wege! Ich kann es auch nicht mehr erwarten euch endlich mal wieder ein paar Bilder und Touren aus meiner Lieblingsstadt zu zeigen!